DogFood to go - Camp Canis Kitchen #6

Dogfood-to-go

Oder besser gesagt “-for-vacations”... Ja, ich denke, das beschreibt das Thema des heutigen Artikels am Besten!

Für viele Hundehalter stellt sich gar nicht erst die Frage, ob der Vierbeiner mit in den Urlaub kommt oder nicht. Fast immer jedoch stellt man sich die Frage: “was füttere ich im Urlaub?”. Vor allem die Frischfutterfraktion ist da oftmals (zurecht) ratlos, egal, ob es in ein Hotel geht oder man mit dem Rucksack auf Tour geht. Bei Letzterem kann es aber auch bei Dosen- oder sogar Trockenfutter zu echten (Rücken-)Problemen kommen oder einfach am Platz scheitern…

Mittlerweile gibt es dafür aber glücklicherweise jede Menge Alternativen.

Hier und heute möchte ich vor allem auf die Leichtgewichte unter den Futtermöglichkeiten eingehen - denn sie alle haben eines gemeinsam - geringes Gewicht aber große Energie- bzw. Nährstoffdichte.
Zu allererst aber eins vorweg: meiner Meinung nach muss es im Urlaub vor allem praktisch sein und schmecken! Die ultimative Nährstoffzusammensetzung kann ich im Alltag anstreben - im Urlaub darf es auch mal unperfekt sein...

Natürlich gibt es aber auch unter den Urlaubsalternativen unter den Futtermitteln einige empfehlenswerte Produkte und ich  möchte Euch heute einige vorstellen:

1. meine Lieblingsalternative für den Urlaub, da am einfachsten: BALF Hundefutter von Meißmer!

Die Komponenten sind allesamt luftgetrocknet und das Futter besteht aus 80% tierischen Komponenten sowie Obst/Gemüse/Kräutern und wird einfach in Wasser aufgeweicht. 25g entsprechen 100g feuchtem Futter - dementsprechend trägt man nur 1/4 des Gewichts, das man sonst hätte. Ein kleines Fläschchen Öl dazu und fertig ist eine ziemlich gute und relativ ausgewogene Mahlzeit nach dem Beutetierkonzept. Erhältlich in den Varianten: Rind, Lamm, Pferd und Geflügel. Für Eigenkreationen, z.B. wenn jemand ein anderes Verhältnis von tierischen zu pflanzlichen Komponenten füttern möchte, gibt es auch Trockenfleisch pur vom Rind, Lamm oder Pferd.

2. eine ähnliche Variante ist das Quick BARF von ProperDog.

Hier wird 60% Muskelfleisch mit 40% Obst/Gemüse gemischt. Die Handhabung ist die gleich, wie oben - 1/4 der normalen Tagesration wird mit Wasser übergossen und ziehen gelassen. Auch hier sollte mindestens mit einem Öl ergänzt werden. Das Quick BARF gibt es in den Sorten: Pansen, Hähnchen, Rind und Wild. Auch bei ProperDog gibt es Trockenfleisch pur, das man nach seinen Bedürfnissen mit anderen Komponenten mischen kann, hier stehen Rind, Pferd, Fisch und Hähnchen zur Auswahl, man kann sich aber auch seine ganz eigene Mischung herstellen lassen! Besonders interessant in dieser Hinsicht ist, dass ProperDog auch Gemüsemehle anbietet, die, neben Flocken, eine ganz hervorragende Ergänzung darstellen.

3. das Trockenfutter der Herrmann's Manufaktur ist eine Art Müsli, alle Komponenten wurden luftgetrocknet und es wird mit warmem Wasser angemischt vor der Fütterung. Neben Huhn mit Reis gibt es die Varianten Pferd mit Banane, Reh mit Kartoffeln und Strauß mit Bio-Buchweizen. Die Menüs sind nach dem einweichen "verzehrfertig", hinzugefügt werden muss hier nichts.

4. Natures Menu: relativ neu am Markt in Deutschland sind die Produkte der Country Hunter Serie von Natures Menu. Hierbei handelt es sich um gefriergetrocknete Nuggets mit einer Mischung aus tierischen und pflanzlichen Komponenten und ähneln optisch einem Trockenfutter. Wahlweise gibt es die Sorten Hirsch mit Blaubeeren, Ente mit Pflaume oder Kaninchen mit Preiselbeeren. Das Futter kann trocken verfüttert werden, Zusätze sind nicht nötig.

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5. Für kurze Touren eignen sich auch die Lobtüten von Petman - hier gibt es gefriergetrocknete Produkte in kleineren Mengen. Erhältlich sind: Rind- Hühner- und Wildfleisch, Hühnermägen und -herzen sowie Rinderleber und -lunge. Nicht als ausgewogene Mahlzeit zu betrachten, als Mischung aber auch  mal geeignet für einen Wochenendtrip und ergänzen kann man das natürlich auch in jedem Fall.

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6. Last but not least bietet auch Dogsli Trockenbarf an. Hier gibt es neben fertigen Mischungen auch wieder die Möglichkeit, sich ganz individuell eine Mischung anfertigen zu lassen. Als Basis können hier Huhn, Ente, Rind oder Lamm gewählt werden und mit verschiedenen Komponenten, z.B. Möhren und Aprikosen als Gemüse und Obst, Kartoffelflocken als Kohlenhydratquelle sowie Kürbiskernen und Löwenzahn als Zusätze gemixt werden. Vorteil auch hier: es muss nichts ergänzt werden - Tüte auf, Napf füllen, fertig.

Als Ergänzung bei längeren Wanderungen oder anderen körperlichen Belastungen kann ich die Bellfor Fitness Riegel empfehlen. Sie enthalten Fett und Kohlenhydrate für jede Menge gesunder Energie und schmecken auch noch gut. Nebenbei sind sie trotz ihrer Energiedichte gut zu transportieren und passen deshalb auch in kleineres Marschgepäck.

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Ihr seht also, auch für unterwegs gibt es gute Futteralternativen. Für Futtermilbenallergiker empfehle ich, das Futter sofort nach der Ankunft in den Tiefkühler zu packen. Das entfernt zwar die Milben und ihren Kot nicht, es hindert sie aber daran, sich fortzupflanzen, im besten Fall aber schon den Befall überhaupt.

Und weil es mittlerweile dazu gehört, gibts auch heute wieder ein Rezept für Euch. Passend zum Thema mit Fleischmehl!

Man nehme:

250g Fleischmehl nach Wahl

1-2 Eier und 1-2 EL Öl (sehr gern Kokosöl)

Je nach Fleischmehlsorte und Mahlgrad des Mehls könnt Ihr noch einen Schluck Wasser dazugeben, es sollte eine gut formbare Maße ergeben.

Alles mischen und mit in Einweghandschuhen verpackten Fingern zu Kugeln formen (Größe je nach Hund) und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen und anschließend bei 200° C 30-45 Minuten backen.



Melanie KniesComment