Neues Jahr, neues Glück, neue Fruchttaler

Gehörst auch du zu den Menschen, die gute Vorsätze haben?

Bisher habe ich persönlich mich immer geweigert, mir welche vorzunehmen.

Abnehmen, das Rauchen aufgeben, gesünder essen oder mehr Sport treiben - “entweder man macht es gleich oder lässt es sein” - so mein bisheriges Motto.

Dieses Mal aber soll alles anders sein. Ehrlich!

Zwar habe ich mir bewusst nicht den 1.1. als Startdatum auserkoren, sondern einen Tag nach Weihnachten und vor Silvester, aber der Sinn war der gleiche. Gesünder essen und dadurch hoffentlich das ein oder andere Kilo verlieren. Weniger rauchen. Und wieder aktiver werden!

Soweit, so gut! Fazit bisher: ich habe Yoga für mich entdeckt! Zwar nehme ich mir bei weitem nicht so oft Zeit dafür, wie ich es gern würde, aber das bekomme ich auch noch hin. Der Zigarettenkonsum liegt bei unter 10 am Tag und meine Ernährung – jo….Sagen wir so: es geht in die richtige Richtung.

Wer bis hierhin gelesen hat, fragt sich jetzt vielleicht „warum erzählt sie mir das und was hat das bitte mit Hunden oder Camp Canis zu tun?”

 Erst einmal nichts.

Zugegeben.

Allerdings gehört es für mich zu einem gesünderen Lebensstil, dass ich auch meinen Hund mit einbeziehe. Ich mache mir also Gedanken über mich und über meinen Hund. Und stolpere dabei über einen interessanten Fakt: mein Hund lebt definitiv gesünder als ich! Und das, obwohl ich - die Raucherin, die Faule, der Schokoladen- und Chipsesser - für sie verantwortlich bin!

Warum achte ich bei meinem Hund mehr auf gesunde Ernährung, Fitness und Ruhezeiten als bei mir? Und, bei einem Rundgang durch die Sozialen Medien oder Foren, scheint es bei der überwiegenden Anzahl an Hundehaltern ebenso zu sein?

Meiner, ganz sicher psychologisch vollkommen unfachlichen, Meinung nach, liegt es unter anderem daran, dass es einfacher ist, für einen anderen “gute” Entscheidungen zu treffen als für sich selber. Vor allem, wenn er sich nicht wehren kann.

Es ist einfacher, den Napf mit gesunden Dingen zu füllen, obwohl neben dem Futter das Schweineohr liegt, als für sich selber den Apfel zu greifen, wenn daneben die Schokolade lächelt!

Und ja, wenn dem Hund langweilig ist, gehst du raus. Wenn dir langweilig ist, machst du den Fernseher an, spielst am Handy, läufst Spurrillen in den Teppich, nervst dich selber.

Schläft der Hund, bist du leiser. Du willst ihn ja nicht wecken.

Bist du müde, machst du dir einen Kaffee, statt ein Nickerchen.

Ich könnte jetzt stundenlang weiterschreiben, denke aber, Du hast verstanden, worauf ich hinauswill. Deshalb komme ich jetzt mal zur Kernaussage meines heutigen Artikels.

Gesünder Leben ist ein wahnsinnig guter Vorsatz! Ungesund wird es, wenn dieser in Streß oder Frust ausartet.

Eine Umstellung von „bisher“ auf „gesünder“ soll nicht dein komplettes Leben auf den Kopf stellen. Auch wenn das angestrebte Ziel so verlockend erscheint, mach kleine Schritte und vor allem einen nach dem anderen. Nichts ist frustrierender als die Jagd nach unerreichbaren Zielen. Nichts ist schöner, als Ziele zu erreichen.

Manchmal ist weniger mehr (nicht nur auf dem Teller!). Bevor etwas in Stress ausartet, solltest du es überdenken, im Kopf hin- und herbewegen und neu planen. Streß kann auf den Magen schlagen. Übrigens nicht nur beim Mensch, auch beim Hund.

 Solltest du also gute Vorsätze haben und feststellen, dass sie vielleicht etwas hochgesteckt sind, dann ist das kein Eingeständnis von Scheitern, sondern der Hinweis, die Richtung nachzujustieren, die Z(wischen)iele zu überdenken, anders zu legen. Und dann geht es weiter.

Ziele sollten SMART sein:

Spezifisch – also klar definiert (nicht „mehr Sport“ oder „weniger rauchen“, sondern pro Woche 1 Stunde Sport, pro Tag 10 Zigaretten)

Messbar – damit du feiern kannst

Attraktiv – es soll ja Spaß machen

Realistisch - macht Sinn, ist aber nicht immer einfach

Terminiert – bis wann was (nicht nächstes Jahr mehr Sport, sondern im Januar 60 km joggen, im Februar 70 km….)

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Und es müssen DEINE Ziele sein. Nicht die deiner Mutter, nicht die deines Vaters, nicht die deiner Trainingsgruppe.

Darüber gibt es viele Artikel im www-Land. Zum Beispiel den hier: www.beyourbest.de/ziele/ziele-richtig-setzen/

Gesund ernähren ist ein schönes Ziel. Damit kannst du auch an einem einzigen Tag in der Woche anfangen. Das ist doch gut auszuhalten. Nach einiger Zeit werden daraus vielleicht zwei Tage, dann drei und am Ende des Jahres ist es ganz plötzlich - huch -  die ganze Woche.

 Und was das entspanntere Leben angeht: wie wäre es denn mal, wenn du deinen Hund die Strecke der Gassirunde aussuchen lässt?

Anleinen (oder auch nicht) und den Hund vorlaufen lassen. Lass ihn entscheiden, an welcher Ecke ihr abbiegt, wo lang und ausgiebig geschnüffelt wird oder ob ihr einfach rumsteht und die Gegend mit den Augen erkundet?

Probiere es mal aus. Eventuell überrascht dich dein Vierbeiner ja mit der Strecke seiner Wahl?

Bei Allie und mir geht es dann weder in den Wald noch aufs Feld oder eine Wiese. Allie durchforstet lieber Seitenstraßen. Mitunter landen wir sogar in der Einkaufsstraße, die etwa 3km entfernt ist.

Und ich bin ehrlich - ich hätte nicht erwartet, dass es meinen Hund eher zu Straßen o.ä. zieht als zu dem, was wir Menschen als „hundefreundliche“ Orte bezeichnen.

Apropos hundefreundlich: Hast du Lust auf einen Snack? Absolut hunde- und menschentauglich. Nicht ganz passend zu guten Vorsätzen, aber dafür extrem gut für die Seele.  

Fruchttaler:

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100g Beeren (TK oder frisch)

1 reife Banane

1 EL Kokosöl

200g Kokosmehl (es geht auch anderes, Mandelmehl schmeckt super, Buchweizen oder ähnliches ist aber ebenfalls möglich)

2 EL Honig

Mark einer Vanilleschote (oder Vanillearoma)

2 EL “Crunch” - das können Mandelsplitter sein, Haferflocken oder Nüsse bzw Samen, die Ihr gerne mögt

Zubereitung:

Alle Zutaten in einer Schüssel zu einem Teig verrühren. Nun portionsweise (z.B. mit zwei Tee- oder Eßlöffeln) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und etwas flach drücken.

Jetzt können die Taler bei etwa 180°C für 20-30 Minuten in den Ofen.

Guten Appetit.

 

Melanie KniesComment