4beiner Warm-Up Teil II

Damit das WarmUp für Hund und Halter nicht langweilig wird und immer die gleichen Übungen enthält, sind hier weitere Übungsideen. Ihr merkt schon, dass mir dieses Thema sehr wichtig ist, denn noch immer wird es fast überall vernachlässigt. Dabei ist es so einfach und wertvoll.

Nachdem du mit deinem Hund die Tempowechsel (siehe Artikel vom letzten Monat) hinter dir hast, hol die Kekse raus und los geht’s:

1.  Slalom. Das dehnt den Rücken und schult das Körpergefühl. Der Hund kann um Pylonen, Pfosten und ähnliches oder durch die Beine geführt werden. Mit ausschweifenden Bewegungen anfangen und immer enger werden.

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2.  Zergeln. Diese Übung macht besonders Spaß und erwärmt spielerisch die Muskulatur des gesamten Körpers.

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3.  Verbeugen. Der Oberkörper wird gesenkt und der Po ragt in die Höhe. Diese Übung bietet ein schönes Stretching der Wirbelsäule, Hüften und Schultern.

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4.  Kriechen. Durch die Beine oder unter einem Baumstamm hindurch; das Kriechen beugt die großen Gelenke und wärmt den gesamten Körper auf.

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5.  Stehen auf den Hinterbeinen. Hier werden die Hüften ordentlich gestreckt.

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6.  Rückwärts gehen. Wer’s kann, der erfreut sich besonderer Erwärmung der Muskeln des Hinterteils und ist gut für das Körpergefühl.

7.  Seitlich laufen. Das wärmt die Muskeln rundum die Gliedmaßen auf.

Alle Übungen zur Aufwärmung ein paar Mal locker und kurz für ca. 10 bis 20 Sekunden durchführen.

Ich möchte noch einmal kurz darauf eingehen, warum dieses Thema nicht einfach abgewunken werden darf. Wie beim Menschen, gibt es beim Hund Sportverletzungen. Der Bewegungsapparat muss viel leisten. Knochen, Muskeln, Nerven, Bänder, Sehnen, Gelenke - alles muss miteinander harmonieren, alles muss funktionieren.

Es gibt den Muskelkater. Und Zerrungen kennt sicher jeder.

Es gibt aber auch Verstauchungen, Verrenkungen, Muskelfaser-, Muskelbündel- und ganze Muskelrisse, Bänderrisse, Sehnenrisse. Auch schmerzhafte und mitunter schnell voranschreitende Arthrosen können Folgen von sportlicher Belastung sein. Wir wollen also das Risiko auf ein Minimum senken, dass unsere Hunde so etwas erleiden müssen und für lange Zeit im Sport ausfallen. Manchmal ist die Sportlerkarriere dann ganz aus. Wenn wir unsere Hunde also immer gut aufwärmen und bewusst trainieren, können wir Sportverletzungen und Sportschäden verhindern. Und das ist gut so!

Nächsten Monat: Kraft- und Koordinationstraining

Melanie KniesComment